Grundsicherung kommt für verschiedene Personen infrage, wenn die eigenen Einkünfte nicht ausreichen, um das Leben zu finanzieren.

Das Sozialgesetzbuch XII unterscheidet

  • Leistungen der Grundsicherung im Alter
  • und Leistungen der Grundsicherung bei dauerhafter Erwerbsminderung außerhalb von Einrichtungen.

Personen, die Grundsicherung beantragen möchten, müssen

  • in Deutschland leben
  • und die entsprechende Altersgrenze erreicht haben, d. h. Personen, die vor dem 01. Januar 1947 geboren sind, müssen mindestens 65 Jahre alt sein. Wer 1947 und später geboren wurde, für den steigt die Altersgrenze von Jahrgang zu Jahrgang um einen Monat. Bei den 1958 Geborenen gilt dann die Altersgrenze von 66 Jahren. Für die nach 1958 Geborenen steigt die Altersgrenze um jeweils zwei Monate pro Jahrgang, so dass die 1964 und später Geborenen die Altersgrenze erst mit 67 Jahren erreichen.
  • oder – mindestens 18 Jahre alt und aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft voll erwerbsgemindert sein.

Die Grundsicherung umfasst

  • den maßgebenden Regelbedarf,
  • angemessene Kosten für Unterkunft und Heizung,
  • Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge
  • und eventuell bestehende Mehrbedarfe (z. B. bei Schwangerschaft und für kostenaufwendige Ernährung bei bestimmten Erkrankungen oder für alleinerziehende Personen).

Haben Sie anderweitige finanzielle Ansprüche (z. B. auf Rente, Wohngeld, Krankengeld), müssen Sie diese zunächst ausschöpfen. Denn die Grundsicherung ist eine nachrangige Leistung. Sollte ein Leistungsanspruch bestehen, so bleiben Unterhaltsansprüche gegenüber Kindern oder Eltern unberücksichtigt, sofern deren jährliches Gesamteinkommen unter einem Betrag von 100.000 Euro liegt.

Sozialgesetzbuch XII (SGB XII), 4. Kapitel

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