Alleinerziehende haben oftmals die eigene Schul- und Berufsausbildung zurückgestellt, um ihre Kinder zu erziehen. Mit BAföG-Leistungen, die als Zuschuss gewährt werden, können sie jedoch einen qualifizierten Schulabschluss nachholen oder den Einstieg ins Erwerbsleben schaffen. Eine Möglichkeit ist z. B. der erfolgreiche Abschluss einer kombinierten Schulausbildung mit Berufsqualifizierung.

Über Ihre individuellen Voraussetzungen informieren Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Schulverwaltungsamt, beispielsweise, wenn Sie älter als 30 Jahre alt sind oder wenn Sie eine elternunabhängige Förderung bekommen können.

Auskunft über das Spektrum der Bildungsgänge erhalten Sie bei den Schulen, Berufskollegs oder privaten Ausbildungsstätten.

Amt für Ausbildungsförderung der Stadt Bochum

Junggesellenstraße 8, 44787 Bochum
0234/910-3863
www.berufsbildung.schulministerium.nrw.de/cms/informationen-zu-bildungsgaengen/
www.das-neue-bafoeg.de

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Berufsausbildungsbeihilfe wird während einer Berufsausbildung sowie während einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme gezahlt. Dazu gehört auch die Vorbereitung auf den nachträglichen Hauptschulabschluss.

Die Höhe der BAB richtet sich nach Art der Unterbringung, des eigenen Einkommens und das der Eltern sowie Ehegatten oder Lebenspartner. Ob sich ein Antrag lohnt, erfahren Sie unter www.babrechner.arbeitsagentur.de.

Um Berufsausbildungsbeihilfe zu bekommen, müssen Sie einen Antrag stellen – und zwar bei der Agentur für Arbeit, in deren Bezirk Sie wohnen oder Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Beantragen Sie die Berufsausbildungsbeihilfe vor Beginn der Ausbildung oder berufsvorbereitenden Maßnahme, es wird nicht rückwirkend gewährt.

Agentur für Arbeit Bochum

Universitätsstraße 66, 44771Bochum
0800-4 5555 00 (kostenfrei)

Sie beginnen eine schulische- oder betriebliche Ausbildung, stehen derzeit noch im Leistungsbezug nach SGB II und müssen zur Sicherung Ihres Lebensunterhaltes während der Ausbildung BAB oder BAföG in Anspruch nehmen? Dann beachten Sie, dass seit dem 01. August 2016 das sogenannte „Rechtsvereinfachungsgesetz im SGB II“ in Kraft getreten ist, um die Zahlungslücken am Übergang ALG II zur Ausbildungsförderung zu schließen.

  • vom Antragsbeginn auf BAB bis zur Entscheidung besteht Anspruch auf Leistungen zum Lebensunterhalt weiter.
  • Auszubildende bzw. BAB-Beziehende, BAföG-Beziehende und Studierende, die noch bei den Eltern wohnen, können zukünftig aufstockend ALG II erhalten.
  • Es wird eine neue befristete Härteklausel an der Schnittstelle SGB II/BAföG geschaffen (§ 27), so dass diejenigen in schulischer Ausbildung, die z.B. wegen Erreichen der Altersgrenze kein BAföG erhalten und denen ohne diese Leistung ein Abbruch der Ausbildung droht, Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten können.

Von Bedeutung ist auch § 16 b SGB II neu: Erweiterung des förderfähigen Personenkreises beim Einstiegsgeld für Aufnahme von Erwerbstätigkeit. Z. B. können jetzt auch Personen vom Jobcenter gefördert werden, die z. B. eine Elternzeit zugunsten einer Erwerbstätigkeit aufgeben.

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