Arbeitslosmeldung

Laut Sozialgesetzbuch (SGB) III können Sie sich arbeitslos melden,

  • wenn Sie mindestens 15 Stunden in der Woche arbeiten wollen
  • und eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung suchen
  • und wenn Sie sich bemühen, Ihre Beschäftigungslosigkeit zu beenden.

Die Zeiten Ihrer Arbeitslosigkeit können in der Rentenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen als Anrechnungszeiten zählen.

Sie müssen sich persönlich in der Eingangszone der Agentur für Arbeit Ihres Wohnortes melden. Dort nimmt man zunächst Ihre Daten, Ihren beruflichen Werdegang und Ihre beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten auf. Anschließend erhalten Sie ein Arbeitspaket und einen Termin für ein Erstgespräch bei Ihrer persönlichen Arbeitsvermittlerin bzw. Ihrem persönlichen Arbeitsvermittler.

Darüber hinaus hat die Agentur für Arbeit weitere Angebote:

  • Informationsveranstaltungen, z. B. zum Umgang mit der Jobbörse,
  • Workshops für Frauen mit Familienpflichten,
  • Infoveranstaltungen für Berufsrückkehrerinnen oder Alleinerziehende,
  • weitere Unstützungsangebote zusammen mit dem Berufspsychologischen Dienst
  • und weitere Leistungen.

Bei Ihrer Arbeitssuche können Sie finanzielle Unterstützung bei Bewerbungen, Fahrten zu Vorstellungsgesprächen, für eine Arbeitsausrüstung oder auch Zuschüsse zu zusätzlich entstehenden Kinderbetreuungskosten erhalten. In bestimmten Fällen erhalten Sie diese Unterstützung auch, wenn Sie kein Arbeitslosengeld empfangen. Sprechen Sie Ihre Arbeitsvermittlerin / Ihren Arbeitsvermittler gezielt darauf an. Generell müssen Sie einen Antrag stellen, bevor Sie das Geld ausgeben. Rückwirkend können keine Kosten erstattet werden.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Agentur für Arbeit informieren und beraten Sie gerne.

Arbeitsvermittlung

Um sich auf das erste Gespräch bei Ihrer Arbeitsvermittlerin/Ihrem Arbeitsvermittler optimal vorzubereiten, füllen Sie das Arbeitspaket bitte aus und reichen dieses wieder in der Arbeitsagentur ein. Es sollte spätestens drei Tage vor dem Gesprächstermin vorliegen. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihre überfachlichen Kompetenzen und Stärken (Soft Skills) einzuschätzen, sprechen Sie mit Ihrer Vermittlerin bzw. Ihrem Vermittler. Im Erstgespräch geht es um Ihre Möglichkeiten, wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen.

Bei Ihrer Arbeitssuche können Sie unterstützt werden durch eine Kompetenzfeststellung durch den Berufspsychologischen Dienst oder durch Bewerbungs-Coaching-Angebote. Miteinander zu reden und gemeinsam zielgerichtet zu handeln, ist der Erfolgsschlüssel für die Arbeitsvermittlung. Im Rahmen einer Eingliederungsvereinbarung werden Ihre Bewerbungsaktivitäten festgeschrieben. Können Sie Ihre Eigenbemühungen nicht nachweisen oder lehnen zumutbare Beschäftigungen ab, kann unter Umständen eine Sperrzeit eintreten. Während dieser Zeit bekommen Sie kein Arbeitslosengeld und die Anspruchsdauer vermindert sich trotzdem. Wenn es im Vorfeld allerdings eine klare Übereinkunft zwischen den Arbeitsvermittlerinnen und -vermittlern und Ihnen gegeben hat und beide Seiten um Verpflichtungen und Leistungen wissen, werden solche Konsequenzen kaum nötig sein.

Arbeitslosengeld I

Wenn Sie Arbeitslosengeld erhalten möchten, müssen Sie sich persönlich bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos melden – und zwar spätestens drei Monate bevor Ihr Arbeitsverhältnis enden wird. Damit Sie auf der sicheren Seite sind, gehen Sie am besten sofort zur Arbeitsagentur und melden sich arbeitslos, sobald Sie wissen, dass Sie arbeitslos werden.

Darüber hinaus müssen Sie allerdings noch andere Voraussetzungen erfüllen. Denn Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung. Das setzt voraus, dass Sie in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.

Sie müssen

  • vorher mindestens ein Jahr sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, d. h. mindestens 15 Stunden in der Woche
  • die sozialversicherunspflichtigen Zeiten müssen innerhalb von zwei Jahren liegen (ansonsten kann die Frist abgelaufen sein).

Auf jeden Fall lohnt es sich, bei der Bundesagentur für Arbeit nachzufragen, ob Sie noch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.

Sind Sie arbeitslos und suchen eine Beschäftigung, haben aber keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld? Auch dann unterstützt die Arbeitsagentur Sie bei der Suche nach Beschäftigung. Nähere Informationen und Tipps finden Sie in der Broschüre „Arbeitslos ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld“.

Ausbildungssuchende, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Arbeitslose, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen wollen, können eine Förderung aus dem Vermittlungsbudget erhalten, soweit dies zur Anbahnung oder Aufnahme der Beschäftigung notwendig ist. Über die Möglichkeiten einer Förderung und welche Leistungen dies im Einzelnen sein können, informiert Sie die für Ihren Wohnort zuständige Agentur für Arbeit.

Weitere Informationen finden Sie in dem „Merkblatt 1 für Arbeitslose“.

Bei Fragen rufen Sie an!

Beauftragte für Chancengleichheit (BCA)

Die Themen der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt sind:

  • Frauenförderung,
  • Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt,
  • beruflicher Einstieg und berufliches Fortkommen nach einer Familien- und Pflegephase
  • sowie moderne Personalpolitik und flexible Arbeitszeiten.

Die Zielgruppen der BCA sind sowohl Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch Unternehmen.

Einzelberatungen durch die BCA sind in der Regel nicht vorgesehen. Sie bieten aber regelmäßig Informationsveranstaltungen rund um das Thema „Wiedereinstieg nach der Familien- und Pflegephase“ für Berufsrückkehrende an.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Termine erfahren Sie bei der Agentur für Arbeit Bochum und in der Veranstaltungsdatenbank im Internet.

Agentur für Arbeit Bochum

Universitätsstraße 66, 44789 Bochum
0234/305-24 63
0234/305-25 86
www.arbeitsagentur.de
Bochum.BCA@arbeitsagentur.de

Arbeitslosengeld II

Das Jobcenter Bochum betreut alle Bochumer Bürgerinnen und die Bürger, die einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Das Jobcenter

  • unterstützt Kundinnen und Kunden bei ihrer Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz,
  • fördert berufliche Weiterbildungen, zielgerichtete Schulungen und innovative Projekte,
  • sichert den Lebensunterhalt durch die Zahlung von Arbeitslosengeld II sowie die Übernahme angemessener Kosten für Unterkunft und Heizung,
  • berät Arbeitgeber bei der Suche nach Arbeitskräften und informiert über individuelle Fördermöglichkeiten,
  • vermittelt in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Ausbildungs- und Arbeitsstellen,
  • bietet finanzielle Unterstützung für Maßnahmen, die Arbeitsplätze schaffen oder sichern
  • und fördert die Chancengleichheit von Frauen und Männern.

Die Beauftragte für Chancengleichheit (BCA) des Jobcenters Bochum setzt sich dafür ein, die Beschäftigungsperspektiven für Arbeitssuchende mit familiären Verpflichtungen zu verbessern.

Sie berät und unterstützt in allen Fragen

  • der Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt,
  • der Frauen- und Männerförderung
  • und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Außerdem arbeitet sie an der Entwicklung von Angeboten für Alleinerziehende mit, um Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt abzubauen.

Fragen Sie nach den speziellen Angeboten für Alleinerziehende im Jobcenter Bochum.

Jobcenter Bochum

Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt & Migrationsbeauftragte

Universitätsstr. 66a, 44789 Bochum
0234/93 63-10 50
www.jobcenter-bochum.de
jobcenter-bochum.bca@jobcenter-ge.de

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