Die Ausbildung in Teilzeit ist für Menschen mit familiären Verpflichtungen, die ihre schulische oder berufliche Laufbahn aufgrund der Geburt des Kindes oder der Pflege von Angehörigen unterbrochen haben, eine gute Möglichkeit einen anerkannten Berufsabschluss zu erlangen oder ihre angefangene Ausbildung in Teilzeit fortzusetzen.

Besonders für Sie, als Alleinerziehende, bietet die verkürzte Arbeitszeit eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Mit der Reform des Berufsbildungsgesetztes (BBiG) ist die Teilzeitberufsausbildung seit 2005 rechtlich geregelt. Eine Teilzeitberufsausbildung ist bei allen Ausbildungen im dualen System möglich. Die tägliche bzw. wöchentliche Arbeitszeit im Betrieb wird reduziert – meistens um 25%. Der Berufsschulunterricht findet im vollen Umfang (100%) statt. Die Ausbildungsdauer wird in der Regel nur verlängert, wenn weniger als 25 Wochenstunden gearbeitet werden. Die Teilzeitvereinbarung wird im Ausbildungsvertrag schriftlich festgehalten.

Während der Teilzeitberufsausbildung mit 75 % Regelarbeitszeit, arbeiten die Auszubildenden bis zu 21 Stunden in der Woche im Betrieb und nehmen an ca. 9 Schulstunden (à 45 Minuten) an ein bis zwei Schultagen am Berufsschulunterricht teil.

Eine qualifizierte Berufsausbildung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Integration in den Arbeitsmarkt. Vor allem junge Menschen mit Familienverantwortung haben es aber oftmals besonders schwer, ihren Wunsch nach einer Berufsausbildung zu realisieren. In dieser Situation bietet eine Ausbildung in Teilzeit Müttern und Vätern neue Wege, um erfolgreich in den Beruf einzusteigen. Die Ausbildungsform eröffnet auch Unternehmen die Chance, dem wachsenden Fachkräftebedarf zu begegnen und Auszubildende zu gewinnen.

Damit der Übergang in (Teilzeit)Ausbildung besser gelingen kann, hat das Land das Programm „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP) aufgelegt. Im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW und mit finanzieller Unterstützung des europäischen Sozialfonds wird das Landesprogramm seit 2011 flächendeckend in allen Regionen Nordrhein-Westfalens angeboten. TEP unterstützt Menschen mit Familienverantwortung, vor allem junge Mütter (und Väter), bei der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz in Teilzeit und gibt Hilfestellung, um Familie und Ausbildung zu vereinbaren. Die Teilnehmenden werden gecoacht, qualifiziert und beruflich vorbereitet und während der ersten Ausbildungsmonate individuell begleitet.

Parallel zur Bildungsbegleitung der TEP-Teilnehmenden werden Unternehmen über die Möglichkeiten der Berufsausbildung in Teilzeit informiert und bei der Umsetzung unterstützt.

Bisher konnten in Bochum mehrere Unternehmen von der Ausbildungsform in Teilzeit überzeugt werden und ca. 80 % der TEP-Teilnehmenden, darunter über 60% alleinerziehende Mütter, absolvierten erfolgreich eine Teilzeitberufsausbildung.

TEP-Projekte in Ihrer Nähe:

Bildungszentrum des Handels e.V.

Ferdinandstr. 17 a, 44789 Bochum
 0234/97 33-51 14
www.bzdh.de
info@bzdh.de

Gisela Vogel Institut für berufliche Bildung GmbH & Co. KG

Bessemerstraße 80, 44793 Bochum
 0234 /961 84-0
www@givo-ifbb.de
info@givo-ifbb.de

Gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft Herne mbH

Südstr. 19/21, 44625 Herne
02323/169 126
www.gbh-herne.de
postbox@gbh.herne.de

Linktipps:

www.regionalagentur-mittleres-ruhrgebiet.de
www.teilzeitberufsausbildung.de
www.mags.nrw/teilzeitberufsausbildung


TEP-Flyer für Unternehmen

TEP-Flyer für Ausbildungsplatzsuchende

Checkliste und Lebenslauf-Formular

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